Home / NEWS / Vor 70 Jahren erfand Chester Carlson den Kopierer

 
Vor genau 70 Jahren, am 22. Oktober 1938, präsentierte der Physiker und Patentanwalt Chester Carlson ein Verfahren, mit dem sich Schriftzeichen auf elektrostatischem Weg kopieren ließen. Der von ihm entwickelte Prozess machte es weltweit erstmals möglich, Texte, Bilder oder Zeichnungen nahezu beliebig zu vervielfältigen. Die Technologie, die er Elektrophotografie nannte und später als Xerografie bekannt wurde, bildet heute die Basis jeden Digitaldruckers, Kopierers oder Faxgerätes. Durch seine Erfindung legte Chester Carlson die Grundlage eines ganzen Wirtschaftszweigs. Foto: Xerox Deutschland GmbH"

Vor genau 70 Jahren, am 22. Oktober 1938, präsentierte der Physiker und Patentanwalt Chester Carlson ein Verfahren, mit dem sich Schriftzeichen auf elektrostatischem Weg kopieren ließen. Der von ihm entwickelte Prozess machte es weltweit erstmals möglich, Texte, Bilder oder Zeichnungen nahezu beliebig zu vervielfältigen. Die Technologie, die er Elektrophotografie nannte und später als Xerografie bekannt wurde, bildet heute die Basis jeden Digitaldruckers, Kopierers oder Faxgerätes. Durch seine Erfindung legte Chester Carlson die Grundlage eines ganzen Wirtschaftszweigs. Foto: Xerox Deutschland GmbH

Neuss – Vor genau 70 Jahren, am 22. Oktober 1938, präsentierte der Physiker und Patentanwalt Chester Carlson ein Verfahren, mit dem sich weltweit erstmals Schriftzeichen auf elektrostatischem Weg kopieren ließen. Die Technologie, die er „Elektrophotografie“ nannte und später als „Xerografie“ bekannt wurde, bildet heute die Basis jeden Digitaldruckers, Kopierers oder Faxgerätes. Die Grundidee hinter den Forschungsarbeiten von Chester Carlson lautete: Zeichen und Buchstaben müssten sich mit Hilfe von Ladungsunterschieden duplizieren lassen. Er begann gezielt, mit Schwefel und Zink zu arbeiten, da er gelesen hatte, dass die elektrische Leitfähigkeit von Metallen durch Lichteinwirkung verändert werden kann. Nach vielen übel riechenden Experimenten gelang ihm im Oktober 1938 der Durchbruch: Mit Tusche hatte sein Partner, der Physiker Otto Kornei, den Schriftzug „10-22-38 ASTORIA“ auf einen Objektträger aus Glas geschrieben und diesen auf eine mit einer frischen Schwefelschicht überzogenen Zinkplatte gelegt.

Die Schwefeloberfläche hatte Kornei zuvor kräftig mit einem Taschentuch abgerieben, um eine elektrostatische Ladung zu erzeugen. Nach einer kurzen Belichtung entfernten die Forscher das Mikroskopglas und streuten Bärlappsamen über die Schichtoberfläche. Ein Duplikat der Schriftzeichen trat auf der Glasplatte in Erscheinung. Dies war die Geburtsstunde der Xerografie. Aus diesem Experiment entwickelte sich in den letzten 70 Jahren ein eigener Wirtschaftszweig mit Tausenden von Beschäftigten: Das Marktforschungsinstitut Pira International schätzt, dass sich die Umsätze im weltweiten Digitaldruckmarkt von den heutigen 68 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2012 voraussichtlich verdoppeln werden. Als erstes Unternehmen, das die Erfindung von Chester Carlson zur Serienreife brachte, gehört Xerox heute zu den erfolgreichsten Unternehmen in dieser Branche. Alleine im vergangenen Jahr wurden über 40 Milliarden Farbseiten auf Xerox-Systemen gedruckt. Das Untenehmen nutzt seine Erfahrung, um Kunden dabei zu unterstützen, ihre Gewinne durch digitale Druckverfahren zu steigern. Quelle: JDC GmbH & Co.KG, Kathrin Kirchner

 
06 3006 · 07 2 · # 14. November 2017