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Loveparade 2008 in Dortmund. Motto "Highway to Love". Fotos: Foto: Marco Menke [ Foto+TV Agentur NTOi.de ]

Loveparade 2008 in Dortmund. Motto ´Highway to Love´. Fotos: Marco Menke/Foto+TV Agentur NTOi.de

NEWS24XXL.de war dabei. 1,6 Millionen Menschen feierten in Dortmund auf dem ‘Highway to Love’

Dortmund – Die Ankündigung der Veranstalter hat sich bestätigt: Die Loveparade 2008 war ein Fest der Extraklasse. Um 17.30 Uhr verkündete der Oberbürgermeister der Stadt Dortmund Dr. Gerhard Langemeyer gestern die Rekordzahl von 1,6 Millionen Besuchern. Damit ist die Loveparade 2008 die größte Loveparade aller Zeiten und übertrumpft die bisherige Besucherspitze aus dem Jahr 1999 (1,5 Millionen Besucher). „Dass die B1 in Dortmund einmal 1,6 Millionen Menschen aus aller Welt elektrisieren würde, hätte ich mir bis vor kurzem beim besten Willen nicht vorstellen können. Der ‘Highway to Love’ ist zum ‘Dancefloor der Superlative’ geworden und in die Geschichte der Loveparade eingegangen“, so Langemeyer. „Das ist das Wunder von Dortmund: Wir haben Geschichte geschrieben.

Ein Riesenspektakel, ein rauschendes Fest, eine Musikexplosion: Hier in Dortmund haben wir eine Party der Superlative gefeiert und noch dazu einen neuen Besucherrekord aufgestellt”, jubelt Rainer Schaller, Loveparade-Chef und Geschäftsführer des Hauptsponsors McFit. „Der ‘Highway to Love’ war ein Highway zum Erfolg!” Mit der Float-Strecke auf der B1 und dem Platz der Abschlusskundgebung vor den Westfalenhallen feierte die Loveparade in Dortmund auf der größten Tanzfläche in ihrer Geschichte.

Erstmals wurde dafür der „Metropolen-Highway“ gesperrt. 36 Floats aus 15 Nationen von fünf Kontinenten waren auf der B1 unterwegs. Die Paradewagen kamen unter anderem aus den Nachbarländern Österreich, Belgien und den Niederlanden sowie aus Südkorea, Australien, Brasilien und Südafrika.

1,6 Millionen Menschen feiern in Dortmund

1,6 Millionen Menschen feiern in Dortmund

Die Abschlusskundgebung war mit sieben Stunden länger als je zuvor, und im Line-Upwaren mehr Live-Acts als in den Vorjahren. Internationale Top-DJs brachten die Besucher vor den Westfalenhallen zum Toben. Die Abschlusskundgebung dauerte erstmals bis 24 Uhr. Eine besondere Einlage sahen die Besucher gegen 23.30 Uhr: Der Star-Licharchtitekt Gert Hof zeigte mit dem ‚Colosseum of Light’ eine Lichtshow der besonderen Art, und Scheinwerfer erhellten den Himmel über Dortmund in bis zu 50 Kilometern Höhe. Die gesamte Parade wurde live von RTLII und VIVA ausgestrahlt und lief in insgesamt 53 Ländern über die TV-Schirme. Ebenfalls rekordverdächtig: Myspace.com, das größte Streaming-Netzwerk der Welt, zählte 4,2 Millionen Zugriffe auf die Loveparade Streams. Die Bilder der Loveparade wurden bei myspace.com weltweit eingespeist, und Online-Zuschauer konnten aus 10 verschiedenen Kameraperspektiven ihre Lieblingseinstellung auswählen, um das Geschehen live und hautnah mit zu erleben. Die meisten Zugriffe kamen aus Deutschland, den Niederlanden, Japan, Tschechien, Belgien, Polen, Österreich, Ungarn, der Schweiz und den USA. Doch die Liste der insgesamt 100 Länder, aus denen der Stream abgefragt wurde, ist noch internationaler: Ob in Europa, Russland, China, Thailand, Neuseeland oder Afrika: Die Loveparade hat Millionen Fans rund um den Globus. Für die Live-Übertragung im Internet wurde auf 26 Kameras zugegriffen. Dazu gab es u.a. Live-Webstreams, die über Loveparade.com, dailymotion.com und Freecaster.tv übertragen wurden.

Loveparade 2008 die größte Loveparade aller Zeiten

Loveparade 2008 die größte Loveparade aller Zeiten

Während des viertägigen Love-Weekends legen DJs aus der ganzen Welt auf und präsentieren alle Facetten der elektronischen Musik. Die Club- und Partyszene der Region wurde wie im vergangenen Jahr Städte übergreifend aktiv eingebunden und hat sich inzwischen als Happening im Rahmen der Loveparade in der Metropole Ruhr etabliert. „Die Kulturhauptstadt Europas war ein wichtiger Wegbereiter für die Loveparade in der Metropole Ruhr. Auch in diesem Jahr hat sich gezeigt, dass unsere Unterstützung eine richtige Entscheidung war. Die Loveparade entwickelt immer mehr eine eigene Ruhrgebiets- Identität und macht weltweit darauf aufmerksam wie zukunftsfähig die Metropole Ruhr ist. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Rainer Schaller und den Loveparade- Organisatoren in den kommenden Jahren“, sagte Professor Dieter Gorny, Künstlerischer Direktor der RUHR.2010 GmbH für den Bereich Kreativwirtschaft. Das Präventionskonzept der Loveparade und ihrer Präventionspartner ging auf. ‚Viel Spaß ohne Glas’: Unter diesem Motto engagierten sich die Veranstalter für Feiern ohne Glas. Das Konzept, an dem sich auch Kioske und andere Einzelhändler der Region beteiligten, ging voll auf.

Der ‘Highway to Love’ ist zum ‘Dancefloor der Superlative’ geworden

Der ‘Highway to Love’ ist zum ‘Dancefloor der Superlative’ geworden

Das vom Ordnungsamt der Stadt Dortmund verhängte Glasverbot war ein Segen für die Veranstaltung und sicher Hunderte von Menschen vor Schnittverletzungen bewahrt. Es kann als richtungsweisende Präventionsstrategie für künftige Großveranstaltungen gelten. 100 Loveguards waren dazu bis in die Nacht auf der Strecke unterwegs, verteilten Ohrstöpsel, Traubenzucker und Kondome und klärten die Besucher über die Gefahren von Alkohol und Drogen sowie ungeschütztem Geschlechtsverkehr auf. Besonders wichtig sind natürlich die Besucher und Fans. Und ihnen hat es gefallen: Laut GfK-Umfrage am Tage der Parade fanden 94,5 Prozent der Besucher die Loveparade gut bis sehr gut. Und 95,4 Prozent sind sich sicher, dass sie im nächsten Jahr wieder dabei sein wollen. Im Durchschnitt gab jeder Besucher knapp 90 Euro (89,37 Euro) aus. Dr. Gerhard Langemeyer erklärte: „Ich sage allen Dankeschön, die an der Vorbereitung und Durchführung dieser Spitzenveranstaltung beteiligt waren und dazu beigetragen haben, dass alles reibungslos geklappt hat. Das gilt in besonderer Weise auch den Dortmunderinnen und Dortmundern, die mit ihrer Offenheit und ihrer Gastfreundschaft dieses Fest ermöglicht haben. Und meine Anerkennung gehört natürlich den Hunderttausenden Fans der elektronischen Musik, die auch in diesem Jahr das ‚friedliche Miteinander’ zum Prinzip erhoben haben.“ „Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen und Organisationen war wieder hervorragend, und wir freuen uns auf die Parade im nächsten Jahr in Bochum”, so Rainer Schaller.

 

Weitere Zahlen, Fakten und Bewertungen 

Dortmund-Tourismus – Die Loveparade brachte dem Reiseziel Dortmund wieder Gäste aus aller Welt. So wollten sich beispielsweise Australier, Amerikaner, Japaner, Kanadier, Raver aus unseren Nachbarstaaten und Osteuropa, aus Israel, Mexiko, Thailand, Island und vielen anderen Staaten dieses Techno-Event der Extraklasse nicht entgehen lassen. Schon in den Wochen vor dem eigentlichen Termin waren die Unterkünfte bis zu drei Sternen weitgehend ausgebucht.

Die gesamte Parade wurde live von RTLII und VIVA ausgestrahlt.

Die gesamte Parade wurde live von RTLII und VIVA ausgestrahlt.

Wer Glück hatte, konnte sich aber immer mal wieder ein storniertes Zimmer sichern. Der Campingplatz Hohensyburg meldete bereits Ende vorletzter Woche eine 100%-ige Kapazitätsauslastung, die zusätzlichen Campingmöglichkeiten im Revierpark Wischlingen wurden rege angenommen. Mit Beginn des Love-Weekends am Donnerstag der vergangenen Woche wurde es dann auch in den obersten Hotelkategorien Dortmunds langsam eng. Trotzdem konnte auch am Samstag noch jedem Gast eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten werden – wenn er bereit war, sich nach der Veranstaltung auf den Weg in eine der Nachbarstädte zu machen. Aber nicht nur für die Buchung der Unterkünfte hielten sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tourist-Information am Freitag bis 20.00 Uhr und am Samstag bis 24.00 Uhr bereit. Alle Informationen rund um die Loveparade waren gefragt. Wenn auch manchmal bis zu 40 Gäste geduldig warteten, letztendlich konnte allen geholfen werden. Der Imagewert der Loveparade ist für die Destination Dortmund nicht hoch genug zu veranschlagen. Schon die Fußball-WM hat Dortmund als außerordentlich gastfreundliche Stadt international bekannt gemacht, in der Ungewöhnliches zu entdecken und zu erleben ist.

Schließlich weist die Übernachtungsstatistik 2007 einen Zuwachs an Gästen aus dem In- und Ausland aus. Die Loveparade, die ebenfalls internationale Strahlkraft erzeugt, schließt an diese Entwicklung an und ist somit ein idealer Bestandteil der Imagefestigung des Reiseziels Dortmund. VRR und DB Über 1000 Mitarbeiter der Deutschen Bahn waren im Einsatz, um das zusätzliche Verkehrsaufkommen in den Dortmunder Bahnhöfen und an den weiteren vom Loveparade- Verkehr betroffenen Bahnhöfen in NRW zu bewältigen. Über 500 zusätzliche Züge waren bis in den frühen Sonntagmorgen im Einsatz. Das Verkehrskonzept vom VRR und der Deutschen Bahn hat sich bewährt: Der Fernverkehr umfuhr die Hauptbahnhöfe Dortmund und Bochum. Das Farb- und Wegeleitsystem im Hauptbahnhof und im Stadtgebiet und die Verteilung der Loveparade-Reisenden auf insgesamt vier Bahnhöfe im Dortmunder Stadtgebiet im fußläufigen Umfeld der Paradestrecke haben gut funktioniert. Im Laufe des Nachmittags kam es leider aufgrund von mehrfachem Fehlverhalten einzelner Reisender, die widerrechtlich die Gleise zwischen Bahnsteigen und auf den Strecken als Fußwege nutzten, zu vorübergehenden Sperrungen von Streckenabschnitten oder Bahnhöfen und damit zu Verspätungen. Die vorbereiteten Konzepte für Ersatzmaßnahmen haben gegriffen, Unannehmlichkeiten für die anderen Reisenden ließen sich trotzdem leider nicht immer vermeiden. Am Sonntagmorgen erfolgte die Betriebsaufnahme im Nah- und Fernverkehr planmäßig. DSW21 Aus Sicht von DSW21 ist die Loveparade ohne Störungen zu Ende gegangen.

„Das Verkehrskonzept, zu dem auch die Sperrung zahlreicher Stadtbahnhöfe und Haltestellen im unmittelbaren Veranstaltungsbereich zählte, hat sich aus unserer Sicht als schlüssig erwiesen und ist voll aufgegangen“, so Wilfried Becker, Leiter Verkehrssteuerung von DSW21. Vor allem auf der stark frequentieren Achse Innenstadt – Märkische Straße – Hörder Bahnhof hat der An- und Abreiseverkehr durch das Einsetzen zusätzlicher Fahrzeuge gut geklappt. Wenig genutzt wurde hingegen der Shuttlebusverkehr zwischen den Parkplätzen an der Universität und der Haltestelle An der Palmweide – wie auch schon im letzten Jahr in Essen ist der überwiegende Teil der Loveparade-Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Ein verstärkter Anreiseverkehr war am Samstag ab 11.30 Uhr zu verzeichnen, die erste Rückreisewelle setzte gegen 17.00 Uhr ein. Zu einem deutlich verstärkten Fahrgastaufkommen kam es noch mal nach Ende der Abschlusskundgebung gegen 1.00 Uhr. „Auch hier hat es sich als richtig erwiesen, die Bahnen im 10-Minuten-Takt bis in die späte Nacht hinein fahren zu lassen“, so Dr. Heinz-Josef Pohlmann, Leiter Betrieb von DSW21. Insgesamt ziehen die Verkehrsplaner ein positives Fazit: Aus ihrer Sicht sei die Veranstaltung friedlich verlaufen, es gab keine besonderen Vorkommnisse. „Zwar haben viele Loveparade-Besucher beim ersten starken Regenschauer einige gesperrte Haltestellen gestürmt“, so Wilfried Becker,“ allerdings nur, um sich unterzustellen.

Auch hier ist nichts passiert.“ Tiefbauamt der Stadt Dortmund: Kraftfahrzeug-Verkehr Das Verkehrskonzept, dass zum einen die Verkehrssicherheit auf den Straßen gewährleisten, zum anderen aber auch so wenig wie nötig den Verkehr in Dortmund behindern oder gar unterbinden sollte, hat sich bewährt. Die Sperrung der B1 erfolgte planmäßig am Freitag, den 18. Juli 2008. Gegen 21.13 Uhr war sie zwischen der Märkischen Straße und dem Autobahnkreuz Dortmund-West verkehrsfrei. Die Wiederfreigabe erfolgte am Sonntagmorgen um exakt 11.11 Uhr. Der Verkehr aus Richtung Unna konnte über die gesamte Zeit bis zur Märkischen Straße fahren. Auch die B54 blieb bis auf eine temporäre Sperrung am Nachmittag offen, so dass die City wie geplant erreichbar blieb. Was die Parkplatzbelegungen angeht, war in Dortmund das gleiche Phänomen zu beobachten wie in Essen: am Veranstaltungsgelände und in der City waren genügend Parkplätze zu bekommen. Am Veranstaltungstag waren für die flexible Regelung des Verkehrs 110 Mitarbeiter des Tiefbauamtes vor Ort, die von 80 Mitarbeitern des THW unterstützt wurden. Zur Absperrung des Veranstaltungsgeländes sowie für die Vorbereitung etwaiger Sperrmaßnahmen an den Straßen kamen u.a. zum Einsatz: 1900 Leitkegel, 300 Sperrbaken, 200 Bauzaunelemente, 850 Verkehrsleuchten, 850 Haltverbote, 60 Fahrgebote, 25 Sonderschilder. Die vorbereitenden Arbeiten erstreckten sich über mehrere Wochen. Polizei Dortmund Friedlich und ohne größere Zwischenfälle verlief die Loveparade aus polizeilicher Sicht.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem polizeilichen Einsatz aus Anlass der Loveparade 2008, der auch uns als Polizei viel abgefordert hat. Die intensive Vorbereitung sowie die hervorragende Zusammenarbeit mit den beteiligten Organisationen und dem Veranstalter haben sich ausgezahlt“, sagte Leitender Polizeidirektor Dieter Keil als Einsatzleiter der Dortmunder Polizei. Die Menschen feierten bis in die frühen Morgenstunden friedlich und ausgelassen im Bereich der B1 und der Westfalenhallen sowie in der Innenstadt. Auch das gemeinsam erarbeitete Verkehrswegekonzept hat gegriffen. Es gab keine unvorhergesehenen Verkehrsstörungen. Das von der Stadt Dortmund ausgesprochene Glasverbot hat sich bewährt. Die hohe Besucherzahl machte einen Einsatz von Kräften über einen langen Zeitraum erforderlich. Die Polizei musste im Rahmen des zweitägigen Großeinsatzes 177 freiheitsentziehende Maßnahmen anordnen, die überwiegend auf alkoholbedingte Ausfallerscheinungen und Körperverletzungsdelikte zurückzuführen waren. 6 Raub- und 3 Sexualdelikte wurden der Polizei angezeigt. Hinzu kamen 40 Diebstähle und 49 Körperverletzungen. Die Polizei registrierte 23 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. In 22 Fällen kam es zu Widerstandshandlungen gegen polizeiliche Maßnahmen, bei denen in zwei Fällen Polizeibeamte leicht verletzt wurden, einer davon durch den Biss einer Raverin.

Auch nach Ende der Loveparade zeigten die Besucher viel Geduld, als sie länger als geplant auf ihre Abreise am Hauptbahnhof warten mussten. Bundespolizei Die prioritäre Zielsetzung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin bestand darin, die Sicherheit der Reisenden im Bahnverkehr zu gewährleisten. Im Bereich der Gefahrenabwehr kam es im Wesentlichen darauf an, die an- und abreisenden Teilnehmerströme der Loveparade so zu lenken, dass Gefahren für die öffentliche Sicherheit ausgeschlossen werden konnten. Dies gelang – in enger Abstimmung mit allen Beteiligten – durch den Einsatz von bis zu 1150 Beamten in den Spitzenzeiten. Die Bundespolizei war dabei mit den Einsatzkräften an allen relevanten Bahnhöfen und Haltpunkten der Großraumregion Dortmund im Einsatz. Von zahlreichen Gleisüberschreitungen abgesehen, waren sowohl die Anzahl der festgestellten Rechtsverstöße als auch die Schwere der Delikte im Verhältnis zur Anzahl der Reisenden kaum nennenswert. Für die Bundespolizei stellte sich der Einsatz bei der Loveparade wie erwartet vorrangig als Mengenproblem dar. Bedingt durch mehrere Streckensperrungen, die insbesondere durch massive Gleisüberschreitungen im Umfeld des Dortmunder Hauptbahnhofes erforderlich waren, aber auch durch einen wetterbedingten frühzeitigen Rückreiseverkehr, kam es ab den späten Nachmittagsstunden zu langen Wartezeiten vor den Absperrungen am Hauptbahnhof.

Besonders problematisch stellte sich dabei die Unvernunft vieler Reisender dar, die in der Anreisephase bereits die Züge verließen, die auf die Einfahrt in den Dortmunder Hauptbahnhof warteten und sich dann über die Gleise in Richtung der Parade bewegten. Aus Sicherheitsgründen musste daraufhin der Bahnverkehr mehrfach eingestellt werden. Auch die weitere Zielsetzung, den planmäßigen Zugverkehr zu ermöglichen, wurde insofern erreicht, als eine Überfüllung der Bahnhöfe und Bahnsteige trotz zeitweise massivem Reisendendruck auf den Dortmunder Hauptbahnhof verhindert werden konnte. Abschließend bleibt festzustellen, dass in enger Kooperation mit allen beteiligten Behörden und Organisationen die Zielsetzungen der Bundespolizei beim Einsatz anlässlich der Loveparade in Dortmund weitestgehend erreicht werden konnten. Feuerwehr Dortmund Aus Sicht der Feuerwehr Dortmund war der 19. Juli 2008 den Umständen entsprechend ruhig. Im gesamten Stadtgebiet wurden vom 19. Juli 2008, 07.00 Uhr, bis zum 20. Juli 2008, 07.00 Uhr, 596 Rettungsdiensteinsätze verzeichnet.

Normalerweise werden am Wochenende im Schnitt um die 200 Einsätze absolviert. In den Bereichen Brandschutz und Technische Hilfeleistung wurde im selben Zeitraum 37 Einsätze verzeichnet. Insgesamt waren im Zuge der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr rund 1.050 Einsätzkräfte im Einsatz, weitere 250 wurden als Reserve in Dortmund vorgehalten. Der vom Veranstalter privatrechtlich organisierte Sanitätsdienst verzeichnete zudem zwischen dem 19. Juli 2008, 10.00 Uhr, und dem 20. Juli 2008, 04.15 Uhr 1.374 (davon nur 82 Schnittverletzungen durch Glas) Versorgungen und 375 Patiententransporte in Kliniken. Die im Vorfeld festgelegten Maßnahmen zeigten hier ihre positive Wirkung. ARGE Sanitätsdienst Eine positive Einsatzbilanz können die drei Dortmunder Hilfsorganisationen (Malteser, Johanniter und ASB) nach dem Ende des Sanitätseinsatzes bei der Loveparade ziehen.

„Unsere Helferinnen und Helfer mussten während des Einsatzes insgesamt 1.374 Besucher der Loveparade sanitätsdienstlich versorgen“, so Pressesprecher Kai Vogelmann vom Malteser Hilfsdienst am Sonntag in Dortmund. „Das hört sich dramatisch an, ist aber bei der Rekordteilnehmerzahl von 1,6 Millionen Besuchern für uns im Grunde nicht aufregend“, relativiert Vogelmann die auf den ersten Blick hohen Patientenzahlen. Im vergangenen Jahr in Essen mussten die Sanitäter noch über 4.000 Hilfeleistungen erbringen. Das Glasverbot habe sich voll ausgezahlt, lediglich in 82 Fällen von Verletzungen spielten Glasscherben eine Rolle. Häufige Gründe für Hilfeleistungen waren Erschöpfung und blaue Flecken. Insgesamt sei die Loveparade friedlich verlaufen und die ehrenamtlichen Sanitäter und Ärzte würden den vorwiegend jüngeren Loveparadebesuchern ein gutes Zeugnis ausstellen. Auch die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr, dem Rettungsdienst sowie den Ordnungs- und Sicherheitsbehörden sowie dem Veranstalter der Loveparade habe sehr gut funktioniert, betont Vogelmann. Insgesamt waren 1.500 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Malteser gemeinsam mit Kollegen des ASB und der Johanniter mit 16 Sanitätsstationen und 95 Rettungsfahrzeugen aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz.

Es war der 16. Einsatz der Malteser bei einer Loveparade. Ordnungsamt der Stadt Dortmund Das Ordnungsamt war mit 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz, die sich vor allem um die Überwachung des Verkehrs und des Glasverbotes kümmerten. Dabei wurde erfreulicherweise festgestellt, dass die allermeisten Besucherinnen und Besucher schon mit Getränkedosen und PET-Gebinden anreisten. Das spricht dafür, dass das Glasverbot offensichtlich sehr gut kommuniziert wurde. In der Zeit von Freitag, 18. Juli 2008, 21.00 Uhr bis Veranstaltungsende wurden insgesamt 82 Fahrzeuge abgeschleppt. Eine Zahl, die absolut ok ist für eine Veranstaltung dieser Größenordnung. Umweltamt der Stadt Dortmund Die Veranstaltung ist hinsichtlich der Lärmimmissionen ohne jegliche Probleme im Rahmen der erteilten Genehmigung abgelaufen. An den sensibelsten Stellen im Bereich der Chemnitzer Straße war es mit 85 db(A) eine Punktlandung. Jugendamt der Stadt Dortmund 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Einsatz. Sie hatten weitgehend einen ruhigen Loveparade-Tag: 50 Mal war Beratung gefragt, und in lediglich fünf Fällen wurden Jugendliche vorsorglich in Gewahrsam genommen.

Dabei handelte es sich um Problematiken, die bei Großveranstaltungen Routine sind. Dortmund-Agentur der Stadt Dortmund Der gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und DORTMUNDtourismus von der Dortmund- Agentur auf den „Highway to Love“ geschickte Dortmund-Float war mit 125 Plätzen (ATickets) der größte der gesamten Parade und – nach einhelliger Auffassung der Party-People – auch einer der stimmungsvollsten überhaupt. Die Nachfrage nach Internet-Informationen vom Portal dortmund.de hat am 19. Juli alle bisher bekannten Dimensionen gesprengt. Insgesamt wurden von den städtischen Servern über 485.000 Seiten abgerufen, das sind fünf mal so viele wie an einem durchschnittlichen Tag und weitaus mehr als zum Höhepunkt der WM 2006.

Auf die Infos zur Loveparade entfiel naturgemäß mit 398.000 Seiten der Löwenanteil der Nachfrage. Als große Bereicherung des städtischen Online-Angebotes erwies sich das von der Dortmund-Agentur gemeinsam mit florian tv produzierte Web-TV-Programm. Dessen Startseite wurde in diesem Zeitraum 22.470 mal aufgerufen. Außerdem kümmerten sich elf Hilfskräfte und zwei Mitarbeiter der Dortmund-Agentur darum, über 60.000 Flyer mit Infos zu den Fußwegen und zur Abreise unter das per Bahn anreisende Partyvolk zu bringen.

Westfalenhallen Dortmund Die Westfalenhallen melden ebenfalls: keine Schäden, eine große, friedliche Party überall. Rund 8.500 Besucher kamen zu den After-Show-Partys in den Westfalenhallen 1 und 2 sowie im Goldsaal. Über 300 Westfalenhallen-Mitarbeiter waren während der Loveparade im Einsatz. „Sicherlich konnten wir dem Veranstalter eine perfekte Infrastruktur für Vorbereitung und Durchführung der Loveparade zur Verfügung stellen“, sagt Dr. Ludwig Jörder, Hauptgeschäftsführer der Westfalenhallen Dortmund GmbH. „Das haben wir für diesen hochprofessionellen und sympathischen Gast ausgesprochen gerne getan.“

Die Westfalenhallen hätten alles unternommen, um das Mega-Event Loveparade mit dem eigenen Veranstaltungskalender in Einklang zu bringen, so Jörder. Schon am Montag läuft der Aufbau für die Fachmesse INNOWA mit bereits wieder rund 30.000 Besuchern und 450 Ausstellern. Das Techno-Festival Syndicate im Oktober in den Westfalenhallen wurde mit einem eigenen Paradewagen auf der Loveparade beworben. Medien wie RTL II, aber auch DJs und Gäste der Loveparade bezeichneten Dortmund auch angesichts von MAYDAY und Syndicate sinngemäß als Deutschlands Techno-Hauptstadt. Dr. Jörder: „Das freut uns natürlich.“

 

Quelle: Public Affairs, Katrin Petersen

 
06 4491 · 07 2 · # 25. Juni 2017