Home / Aktuelle NEWS / Blitzmarathon Premiere: Europaweit! Raser riskieren das Leben schwächerer Verkehrsteilnehmer

 

Am 16. und 17. April 2015 findet der erste europaweite Blitzmarathon statt. 21 Länder beteiligen sich an der Verkehrssicherheitsaktion. Der ACV Automobil-Club Verkehr lobt das grenzüberschreitende Engagement, auf die Gefahr von Geschwindigkeitsüberschreitungen aufmerksam zu machen. Der 24-Stunden Blitzmarathon startet am 16. April um 6:00 Uhr morgens. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz endet er aufgrund der Trauerfeier am 17. April im Kölner Dom für die Opfer des Germanwings-Flugzeugabsturzes bereits um 24:00 Uhr.


2014 stieg die Zahl der Verkehrstoten an

Laut der baden-württembergischen Polizei stirbt in Deutschland alle sieben Stunden ein Mensch bei einem Raserunfall. „Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, Autofahrer für die Gefahr von Tempoüberschreitungen zu sensibilisieren“, sagt Lars Wagener, Vorsitzender der ACV Geschäftsleitung. Zu schnelles Fahren gehört immer noch zu der Hauptursache für Unfälle. Der aktuellen Unfallstatistik nach stieg die Zahl der Verkehrstoten erstmals wieder an. 2014 starben in Deutschland 3.368 Personen (2013: 3.339) bei Verkehrsunfällen. In der Europäischen Union verunglückten im gleichen Zeitraum insgesamt 25.700 Menschen.


Raser gefährden schwächere Verkehrsteilnehmer

„Durch Rasen bringen Autofahrer nicht nur sich selbst, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer in tödliche Gefahr“, gibt Wagener zu bedenken. Dabei muss der Tacho nicht erst dreistellige km/h-Angaben erreichen. Geschwindigkeitsüberschreitungen können innerorts vor allem für Kinder und ältere Menschen riskant sein. „Kinder treffen nicht an jedem Zebrastreifen die richtige Entscheidung: stehen bleiben oder überqueren. Sie können Geschwindigkeiten von herannahenden Autos noch nicht zuverlässig einschätzen“, erklärt der ACV Vorsitzende.

Für Senioren werden Raser schnell gefährlich, da sie durch altersbedingte reduzierte Reaktionsfähigkeit das komplexe Verkehrsgeschehen nicht mehr ausreichend erfassen können. Eingeschränktes Seh- und Hörvermögen erschweren die Orientierung zusätzlich.


Wie teuer werden Tempoverstöße?

Geschwindigkeitsüberschreitungen bis 10 km/h kosten innerorts 15 Euro, bis 15 km/h 25 Euro und bis 20 km/h 35 Euro. Ab einer Überschreitung von 21 km/h kommt neben 80 Euro Bußgeld 1 Punkt in Flensburg dazu. Tempoverstöße außerorts bis 10 km/h kosten 10 Euro, bis 15 km/h 20 Euro und bis 20 km/h 30 Euro. Ab einem Verstoß von 21 km/h kommt neben 70 Euro Strafe ein Punkt dazu.

Quelle: Annabel Brückmann
ACV Automobil-Club Verkehr, Theodor-Heuss-Ring 19-21, 50668 Köln

 
06 833 · 07 2 · # 22. November 2017