Home / Unterhaltung / TV / Der Alte geht – der Neue kommt. Die letzte ´stern TV´-Sendung mit Günther Jauch

 
Nach 20 Jahren „stern TV“ moderiert Günther Jauch (li.) heute zum letzten Mal das Wochenmagazin und übergibt an seinen Nachfolger Steffen Hallaschaka. Foto: RTL/Stefan Gregorowius

Der Alte geht – der Neue kommt. Die letzte „stern TV“-Sendung mit Günther Jauch am Mittwoch, 05.01.11, 22:05 Uhr

Am 04. April 1990 stand er zum ersten Mal als stern TV-Moderator vor der Kamera. Am 05. Januar 2011 wird es das letzte Mal sein. Nach fast 21 Jahren und 953 Sendungen übergibt Günther Jauch stern TV an seinen Nachfolger.

In der Abschiedssendung gewährt stern TV einen einmaligen Blick hinter die Kulissen. Dazu die Highlights aus über 20 Jahren Fernsehgeschichte: die spektakulärsten Studioaktionen, die bewegendsten Schicksale, die ergreifendsten Szenen und die lustigsten Pannen und Tiergeschichten.

Und: Günther Jauch wird seinen Nachfolger vorstellen, den 39-jährigen TV-Moderator Steffen Hallaschka. Auf seine ehrliche und sympathische Art moderierte er bereits die NDR-Talkshow, das Wirtschaftsmagazin „Markt“ und viele weitere Fernsehformate. Steffen Hallaschka freut sich auf stern TV, „die wohl letzte große Wundertüte im deutschen Fernsehen und ein Riesengeschenk für einen journalistischen Moderator“.

Bye, bye Günther! Die Redaktion bedankt sich bei ihrem Chef mit einer ganz persönlichen Abschiedssendung voller gemeinsamer Erinnerungen und Überraschungen.

Herr Jauch, über 20 Jahre haben Sie das Magazin stern TV geprägt, am 5. Januar sagen Sie Servus. Wehmütig?

„Natürlich kommt da auch Wehmut auf, zumal ich die Sendung mit aufgebaut und über einen wirklich sehr langen Zeitraum moderiert habe. Aber nach annähernd 21 Jahren kann man guten Gewissens sagen, es ist jetzt auch gut.“

Was hat neben dem für Herbst 2011 avisierten ARD-Polittalk den Ausschlag für die vorzeitige Übergabe an Ihren Nachfolger Steffen Hallaschka gegeben?

„Ich habe mich gefragt, ob ich nicht besser zu einem Zeitpunkt aufhöre, wo es noch Zuschauer gibt, die das bedauern anstatt solange mit dem Krug zum Brunnen zu gehen, bis er bricht. Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass man zur rechten Zeit geht.“

In welchen Zustand übergeben Sie die Sendung?

„In einem klasse Zustand, was Sendung, Themen, Team und Quoten angeht. Die Quoten sind seit Jahren stabil und haben sich auch oftmals gegen eine brutale Konkurrenz durchgesetzt. Insbesondere natürlich die Champions League, die uns immer wieder zusetzt. Andere Formate haben sich über die letzten zwei Jahrzehnte auch an uns abgearbeitet, mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Die meisten sind dann wieder in der Versenkung verschwunden.“

stern TV ist unbestritten eine Marke in der TV-Landschaft…

„Ja, das ist es, weil die Sendung so untypisch ist. Ich glaube, wenn man einem Sender heute so ein Format, so eine Wundertüte im Fernsehen anbieten würde, wo innerhalb von 105 Minuten im Grunde alles stattfinden kann, würde kaum ein Verantwortlicher zustimmen. Bei stern TV funktioniert das, weil es schon so lange läuft und die Leute es gut finden, nicht ausschließlich mit Politik, Sport oder Verbraucherthemen.“

Was geben Sie Steffen Hallaschka, der in ihre großen Fußstapfen treten wird, mit auf den Weg?

„Erstens ist Steffen Hallaschka kein absoluter Newcomer; er ist auch schon Ende 30. Er hat eine super Karriere im Radio hingelegt und ist eingeführter Moderator beim NDR und der ARD. Und er ist sogar noch 10 Zentimeter größer als ich. Ich glaube, er wird es sehr gut machen. Er hat ja auch Spaß an den vielfältigen Themen und wird sich diesen auch mit der journalistischen Neugierde widmen. Er hat seinen eigenen Kopf und wird der Sendung seinen eigenen Stempel aufdrücken. Aber man sollte ihm auch einfach Zeit lassen und nicht sofort nach der ersten, zweiten oder fünften Sendung ein Urteil fällen.“

Sie als Inhaber von i & u tv empfinden aber sicherlich auch nach dem Moderationswechsel eine ‚Fürsorgepflicht‘ für die Sendung, oder?

„Ja, wir produzieren die Sendung weiter und niemand hat ein größeres Interesse, dass die Sendung weiter richtig gut funktioniert und einen festen Platz in der Fernsehlandschaft hat, als ich. Ich drücke ihm die Daumen und werde ihn in Zusammenarbeit mit der Redaktion unterstützen, wo ich kann. Aber er schafft es bestimmt auch ganz alleine.“

 
06 1720 · 07 2 · # 26. Juni 2017